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Cecilia Bartoli in der Philharmonie Berlin umjubelt

Aus der Berliner Morgenpost, 19.11.2007

[...] Bartoli, die sich aus dem Repertoire der Malibran die funkelndsten Stücke herausgesucht hat. In ihnen spiegelt sich der unternehmungslustige Geist ihrer Entstehungszeit. Ebenso aber die Bravour, Kapriziösität und Gesangskunst der Bartoli: der glitzernden Feuerwerkerin unter den Mezzosopranen.
Sie kann buchstäblich alles: umflort dahersingen in tiefer Versonnenheit, singend daherkichern und daherschnattern, mit Koloraturen um sich wirbeln, nachdenklich schöne Linien nachzeichnen. Sie tischt selten Gehörtes auf und das Berühmte. Ihr gelingt mit Johann Nepomuk Hummels "Tyrolienne" mit ihren Variationen und dem dahinwalzernden Ausklang ein wahrer Hummel-Flug des Frohsinns, des ausgelassenen Spaßes, wie er in einem Haus wie der Philharmonie noch niemals erklang. Man fürchtete, unter dem danach ausbrechenden, durchaus angemessenen Jubel würden die Ränge zusammenbrechen. Bartolis Kunst und die herrliche Abgefeimtheit ihres Programms machen den Besuch ihrer Abende annähernd lebensgefährlich. Aber sei's drum: ein fröhlicherer Tod ist nicht denkbar.

 

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11/21/2007